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Impulsraum

Willkommen im Impuls-Raum.

Hier finden Sie Ideen, Anregungen und praktische Tipps für einen liebevollen, lebendigen Familienalltag. Ob es um den Auszug aus dem Familienbett geht, kleine Rituale, die den Tag stärken oder Klassiker wie der Trotzanfall an der Supermarktkasse - dieser Raum wächst mit und füllt sich nach und nach mit wertvollen Impulsen.

 

Alles, was Sie hier finden, ist erprobt, alltagsnah und mit Herz ausgewählt. Zum Weiterdenken, Ausprobieren und Inspirieren lassen.

Das Alltagsrezept für innere Stärke.

Man nehme: 1 Kind, 1 Erwachsenen, 1 Alltagsmoment, 1 bewusste Wahrnehmung, 1 Anmerkung von Herzen. Die Zutaten gut mischen, mit Liebe abschmecken und fertig ist das gestärkte Kind! Selbstwert wächst nicht durch viele Worte oder große Lobesreden, sondern durch wiederholte, ehrliche Zuwendung im Kleinen. Ein paar einfache Sätze pro Tag können Ihr Kind nachhaltig stärken und regelrecht „aufblühen“ lassen. Suchen Sie nicht danach, sondern nehmen Sie Momente im Zusammensein bewusst wahr - ob ein Fortschritt im Alltag, eine tägliche Routine, ein Moment der Liebe oder des Stolzes: Sie werden schnell einen Grund entdecken, den es lohnt auszusprechen. Ein paar Alltagsmomente, in denen Lob oder Ermutigungen richtig gut tun können: Körperpflege und Selbstfürsorge - Beim Zähneputzen, auch wenn’s nur mit Widerwillen klappt: „Du hast das echt gut durchgezogen, obwohl du keine Lust hattest - stark!“ - Wenn das Kind selbst die Hände wäscht, sich die Haare bürstet oder den Po abwischt. - Nach dem Toilettengang (besonders bei kleineren Kindern): „Du hast ganz allein daran gedacht - wow!“ Anziehen und Vorbereiten - Wenn das Kind sich selbst oder mit wenig Hilfe anzieht. - Wenn es an Socken oder Schuhe denkt, ohne Erinnerung. - Wenn es bereit ist, Jacke oder Mütze freiwillig anzuziehen. „Du wusstest genau, was du brauchst - super!“ Mahlzeiten & Tischkultur - Wenn das Kind etwas Neues probiert (bspw. Gemüse, neue Speisen). - Wenn es beim Tischdecken hilft oder den Teller abräumt. - Wenn es wartet, bis alle am Tisch sind oder Bitte/Danke sagt. „Ich finde es richtig schön, wie du hier mitmachst.“ Unterwegs und Übergänge - Wenn es sich selbst anschnallt. - Wenn es mitkommt, obwohl es noch spielen wollte. - Wenn es die Verkehrsregeln bspw. beim Überqueren der Strasse beachtet. „Ich hab gemerkt, wie gut du mitgemacht hast - das war verantwortungsvoll.“ Schlafen & Ruhezeiten - Wenn es ohne großes Theater ins Bett geht. - Wenn es durchschläft oder morgens gut aufsteht. „Dein Körper hat gut Kraft getankt - das hast du toll gemacht.“ Emotionen und Selbstregulation - Wenn es seine Gefühle in Worte fasst, wie bspw. ein „Ich bin wütend“-Gefühl. - Wenn es teilt. - Wenn es anderen Raum gibt oder wartet, bis es dran ist. „Ich hab gesehen, wie du dich zurückgenommen hast - das war richtig groß von dir.“ Mithelfen und Verantwortung - Wenn es freiwillig etwas aufräumt. - Wenn es kleine Aufgaben übernimmt (Tisch decken/abräumen/wischen). - Wenn es an Dinge denkt (bspw. Trinkflasche in den Rucksack). „Wow, du warst richtig selbstständig. Danke für deine Hilfe!“ Sidenote: Es musst nicht immer überschwänglich gelobt werden. Oft reicht eine wertschätzende Beobachtung oder eine interessierte Frage wie bspw. „Wie hast du das gemacht?“, „Das war nicht leicht - wie hast du es geschafft, dranzubleiben?“, „Ich bin richtig stolz, dich dabei zu sehen.“ Dieses Rezept ist natürlich kein Patentrezept für ein dauerhaftes Familienidyll, aber Sie schenken Ihrem Kind ein bedeutsames Gefühl, welches lebenslag stärkt: Ich werde gesehen. Ich werde ernst genommen. Ich bin wertvoll. Sie wünschen sich eine individuelle Einschätzung? Ich biete zu solchen Alltagsthemen kurze Blitz-Coachings von 60 Minuten inkl. Handout an.

Von 0 auf 180 in 2 Sekunden - Hilfe mein Kind ist ein Vulkan.

Ein sogenannter „Trotzanfall“ ist kein Zeichen von Ungezogenheit, sondern Ausdruck einer gesunden Entwicklung. Kinder zwischen zwei und fünf Jahren durchlaufen wichtige Phasen der Autonomiebildung. Ihr Gehirn ist in dieser Zeit noch nicht vollständig ausgereift, insbesondere die Emotionsregulation ist erst im Aufbau. Wenn Frust oder Kontrollverlust zu groß werden, reagieren Kinder impulsiv, weil ihnen die kognitiven Werkzeuge zur Selbstberuhigung fehlen. Tipps zur Handhabung - Bewahren Sie Ruhe. Kinder spüren innere Haltungen deutlicher als Worte. - Benennen Sie das Gefühl klar („Du bist sehr wütend, das darf sein“). - Halten Sie Präsenz, ohne zu bedrängen. - Klären Sie das Geschehene erst nach dem Anfall. - Setzen Sie klare Grenzen, aber vermeiden Sie Bestrafung. - Wiederholen Sie ruhig Ihre Haltung. Kinder brauchen Wiederholungen, um sich zu orientieren. Wutausbrüche sind neurologisch nachvollziehbare Reaktionen in der Autonomiephase, kein Fehlverhalten. Ihre Aufgabe ist es nicht, das „Problem“ zu lösen, sondern Orientierung, Halt und Grenzen zu geben. Wer Kinder durch solche Phasen begleitet, legt den Grundstein für echte Selbstregulation. Sie wünschen sich eine individuelle Einschätzung? Ich biete zu solchen Alltagsthemen kurze Blitz-Coachings von 60 Minuten inkl. Handout an.

Mein Kinder lügt - was steckt dahinter?

Lügen ist in der frühen Kindheit kein moralisches Fehlverhalten, sondern ein Entwicklungsschritt. Ab etwa dem dritten Lebensjahr beginnt das Kind, sich vorzustellen, was andere wissen oder denken (eine Leistung der Theory of Mind). „Lügen“ zeigt also, dass sich Ihr Kind kognitiv weiterentwickelt. Gleichzeitig dient die Unwahrheit oft dem Selbstschutz, der Konfliktvermeidung oder auch einer Wunschvorstellung. Ein "Ich war das nicht“ kann in dem Fall vielmehr heißen, wie etwa "ich wünschte, ich hätte es nicht getan". Tipps zur Handhabung - Reagieren Sie nicht mit Vorwürfen, sondern mit Interesse („Das klingt spannend, erzähl mir mal mehr“). - Fragen Sie nach der Absicht hinter der Aussage. - Fragen Sie sich: Was versucht mein Kind gerade zu vermeiden? Ärger, Scham, Bloßstellung? Gehen Sie der Frage mit emotionalem Abstand auf den Grund. - Stellen Sie keine Fangfragen. Worte wie „Du darfst ehrlich sein. Ich bleibe bei dir.“ öffnen und bestärken das Kind ehrlich zu sein. - Bestärken Sie die Ehrlichkeit mit Worten wie „Ich bin froh, dass du mir das jetzt gesagt hast. Danke.“ - Reagieren Sie in jedem Fall ruhig. Ein Wutanfall auf eine Lüge führt nur zu mehr Verschwiegen- und Unsicherheit. - Nutzen Sie die Gelegenheit des ehrlichen Moments mit Worten wie „Was könnten wir nächstes Mal anders machen?“ Kinder lügen in den meisten Fällen nicht gegen Sie als Person, sondern für sich. Es ist ein Zeichen kognitiver Reife und oftmals auch ein Ruf nach Sicherheit. Wenn Sie ruhig bleiben und das Kind ernst nehmen, lernt es, dass Ehrlichkeit sich lohnt. Es gibt ihm Halt. Sie wünschen sich eine individuelle Einschätzung? Ich biete zu solchen Alltagsthemen kurze Blitz-Coachings von 60 Minuten inkl. Handout an.

Familienbett adé! Ein 5-Schritte-Plan zum entspannten Auszug.

Das Familienbett bietet Geborgenheit, Nähe und Sicherheit und das ist wunderbar. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem Eltern und Kinder nachts mehr Raum für sich brauchen. Der Übergang vom Familienbett ins eigene Kinderzimmer muss dabei nicht mit Druck oder Tränen verbunden sein. Vielmehr kann es eine sanfte Reise in die Eigenständigkeit sein, bei der das Kind lernt, dass sein Zimmer ein schöner, sicherer und gemütlicher Ort ist. Dieser Leitfaden zeigt einen simplen 5-Schritte-Plan, der sich an bindungs- und bedürfnisorientierten Ansätzen orientiert. 1. Die Idee pflanzen „Dein eigenes Zimmer ist super!“ Bevor ein Kind ins eigene Zimmer zieht, muss es erst einmal die Idee annehmen, dass das eine gute Sache ist. Hier kommt es darauf an, Neugier und Vorfreude zu wecken und das Kinderzimmer sprichwörtlich zu feiern. Tipps zur Vorbereitung: - Sprechen Sie positiv über das Kinderzimmer: Erzählen Sie davon, wie schön es ist, ein eigenes Reich zu haben. - Nutzen Sie Geschichten oder Bücher, in denen Kinder stolz in ihrem eigenen Bett schlafen. - Spielen Sie tagsüber unbedingt viel im Kinderzimmer, damit es vertraut und gemütlich wirkt. - Gestalten Sie das Bett gemeinsam mit dem Kind - eine neue Bettwäsche mit Lieblingsmotiven oder ein Kuscheltier können helfen. - Stärken Sie das Gefühl von Sicherheit indem Sie über das Kinderzimmer reden „Dein Zimmer gehört dir. Hier bist du sicher, und Mama und Papa sind ganz nah.“ Pädagogischer Hintergrund: Kinder lernen durch positive Assoziationen. Wenn sie ihr Zimmer mit Spiel, Geborgenheit und Sicherheit verbinden, fällt ihnen der Übergang später leichter. 2. Der gemeinsamer Umzug - Eltern begleiten den Prozess Der sanfteste Weg aus dem Familienbett ist nicht abrupt, sondern begleitet. Die ersten 5 Nächte schläft daher ein Elternteil mit im Kinderzimmer, um das Kind zu unterstützen. Aber Achtung: Bitte schlafen Sie idealerweise nicht bei Ihrem Kind mit im Bett, damit das Kind den sicheren Ort nicht an Ihre direkte Nähe koppelt. Tipps zur Umsetzung: - Legen Sie sich eine Matratze oder ein Schlaflager neben das Bett des Kindes. - Achten Sie darauf, dass das Bettchen unendlich gemütlich ist. Nachtlicht, weiche Kopfkissen, Kuscheldecken und Lieblingskuscheltiere helfen. - Feiern Sie den Übergang als etwas Besonderes mit bspw. einem kleinen Ritual wie einer „Pyjama-Party“ oder einem kleinen Lichterspiel. - Schaffen Sie Routinen für den Abend. Je vorhersehbarer die Abende ablaufen, desto sicherer fühlt sich das Kind. - Bleiben Sie geduldig und entspannt. Es geht nicht darum, schnell auszuziehen, sondern mit gutem Gefühl ins neue Bett einzuziehen. Pädagogischer Hintergrund: Kinder brauchen eine sanfte Eingewöhnung, genau wie bei anderen Entwicklungsprozessen (Beispiel Kita-Start). Eine vertraute Nähe hilft ihnen sehr, sich sicher an den neuen Schlafplatz zu gewöhnen. 3. Die Eltern ziehen sich zurück. Nähe bleibt, aber das Kind schläft alleine. Sobald sich das Kind im eigenen Zimmer wohlfühlt und die Nächte gut klappen, ist es wichtig, dass es lernt auch alleine in seinem Zimmer zu schlafen. Sie als Eltern können weiterhin präsent sein, wenn das Kind sich meldet, aber klares Ziel ist, dass Ihr Kind die Nacht in seinem Zimmer alleine schläft und jemand von Ihnen zur Stelle ist, wenn der Schuh drückt. Tipps zur Umsetzung: - Bleiben Sie beim Kind bis es eingeschlafen ist. Schenken Sie Nähe mit "Abstand" - Händchen halten, die Hand auf den Rücken legen oder ein Schlaflied summen. Und: Machen Sie es sich dabei gemütlich! Genießen Sie diese Momente bewusst, denn von nun an haben Sie Ihr Kind nicht mehr die ganze Nacht neben sich liegen. - Das Kind wird nachts wach und nun? Sollte Ihr Kind wach werden, gehen Sie zu ihm und beruhigen es im eigenen Bett. Wenn Ihr Kind lernt im eigenen Bett wieder in den Schlaf zu finden, ist ein großer Meilenstein gesetzt. - Setzen Sie klare, liebevolle Regeln à la „Wenn du aufwachst, ruf mich und ich komme zu dir." und gehen Sie mit ihm zurück in sein Bett, wenn es zu Ihnen kommt. - Feiern Sie den Morgen, wenn Ihr Kind eine ganze Nacht im Bett geschafft hat. Es wird gemeinsam mit Ihnen unglaublich stolz und glücklich sein. Pädagogischer Hintergrund: Kinder verbinden Einschlaforte mit Sicherheit. Wenn Ihr Kind lernt, in seinem eigenen Bett einzuschlafen, wird es dies auch nachts viel leichter akzeptieren und annehmen. 4. Bleiben Sie konsequent, aber liebevoll, wenn Ihr Kind nachts zurückkommen möchte. Die konsequente Handhabe des Themas ist das Wichtigste. Oftmals scheitert das Vorhaben nicht an den Kindern sondern an den Eltern, die zu müde, zu erschöpft oder zu verkuschelt sind. Es ist wichtig, dass das Kind weiß, dass es nicht alleine ist, wenn es nachts aufwacht, aber auch die klare Regel lernt, dass sein Bett sein Schlafplatz ist und bleibt. Laden Sie den Kuschelakku dennoch weiterhin auf. Machen Sie bspw. den Morgen zu etwas Schönem - gemeinsames Kuscheln im Elternbett als Ritual kann eine tolle Motivation sein, die allen Seiten einen wunderbaren Start in den Tag garantiert. Diese Methode vermittelt dem Kind, dass Nähe und Geborgenheit weiterhin da sind, aber ohne, dass es zurück ins Elternbett muss. Dadurch entwickelt es Selbstregulationsfähigkeiten und ein sicheres Schlafgefühl. 5. Geben Sie sich und Ihrem Kind Zeit! Jede Trennung braucht Gewöhnung und Rückversicherung. Ein Schlafwechsel gelingt dann gut, wenn emotionale Sicherheit Vorrang vor schnellen Lösungen hat. Struktur, Geduld und Bindung bilden die Grundlage. Ich begleite Sie sehr gerne über einen Zeitraum X oder in einer Blitz-Coaching-Session (60 Minuten inkl. Handout) mit einem individuell passenden Plan.

Miese Laune am Morgen? Hilfestellungen um den Tag zu retten.

Kinder wachen nicht immer im Gleichgewicht auf. Schlafqualität, Träume, innere Konflikte oder schlicht Müdigkeit beeinflussen ihren Start in den Tag. Ein gelassener Morgen entsteht nicht durch „Los jetzt!“, sondern durch Sicherheit, Struktur und emotionales Mitgehen. Was also tun wenn der Morgenmuffel Sie an Ihre Grenzen treibt? - Das Geheimrezept schlechthin: Gut Ding will Weile haben. Planen Sie genügend zeitlichen Puffer ein. 15 Minuten früher aufstehen wirkt oft wahre Wunder, auch im Bezug auf die Gefühlslage der Eltern. - Wecken Sie Ihr Kind mit Zeit, nicht mit Druck. - Bieten Sie Wiederholungen im Ablauf. Kinder lieben Vorhersehbarkeit. - Halten Sie ein ruhiges, überschaubares Tempo. - Verzichten Sie auf Diskussionen direkt nach dem Aufwachen. - Setzen Sie auf kleine positive Impulse statt auf Maßregelung. Ein gelassener Morgen beginnt mit der Haltung der Erwachsenen. Bauen Sie sich Ihren Tagesstart so auf, dass auch für Sie selbst Zeit für einen Kaffee am Morgen bleibt. In einer 60minütigen Blitz-Coaching-Session helfe ich Ihnen, Morgenroutinen wirksam und bindungsorientiert zu gestalten.

Kontaktaufnahme

Ob per Chat, Nachricht oder Telefonanruf: gerne erläutere ich Ihnen anhand Ihres konkreten Bedarfs, welcher Umfang für ein Training oder Coaching passend wäre, wie der Ablauf aussehen kann und welche Investition es für Sie bedeutet.

Dipl.-Päd. Annalena Miele

Olwenstr. 50

13465 Berlin

 

+49 (0)178 4484554

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